Teske-Oberschule

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[ehem. Fritz-Haber-Oberschule]
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Teskeling

"Aber wir doch nicht"

Bericht über einen Theaterbesuch der 8 a

"Theater der Erfahrungen"

Alte Leute zeigen der neuen Generation ihre Erfahrungen. Wie? Alte und junge Menschen haben doch nichts gemeinsam. Das denken jedenfalls die meisten. Stimmt aber nicht! "Theater der Erfahrungen" ist ein Sammelbegriff für mehrere Theatergruppen, wie z. B. Spätzünder, Graue Zellen, Rheumas Töchter. Die Gruppe "Spätzünder" wurde vor 16 Jahren gegründet. Die älteste Frau der Gruppe ist 78 Jahre alt. Sie treten zwei Wochen im Jahr speziell für Schulklassen auf, und die alten Frauen hoffen auf Erfolg. Sie werden selten enttäuscht, weil sie ihre Arbeit gut machen. Auch die Stücke schreiben sie selbst.

Die einzelnen Gruppen bestehen jeweils aus 7 - 8 Schauspielerinnen. In der Gruppe gibt es jüngere Frauen (25 - 40 Jahre), die Theaterwissenschaft studiert haben und den alten Leuten ein bißchen beim Zusammensetzen der Texte helfen.

Wieso machen das eigentlich nur Frauen? Es soll eine "Legende" geben, daß auch Männer einmal dabei gewesen sein sollen. Aber die alten Damen stellten sehr bald fest, daß die alles besser wissen wollten. Aus diesem Grund wurden sie ausgeschlossen.

Trotz ihres hohen Alters spielen sie außerordentlich lebendig. Auch für Erwachsene ist es nicht verboten, sich so etwas mal anzuschauen.

Inhalt des Stückes

In dem Stück "Aber wir doch nicht", das im Jahre 1992 von älteren Frauen gespielt wird, geht es um eine Frau namens Emmi Krüger, die in der Nazizeit 1942 eine jüdische Familie gerettet hat.
In einem Haus leben viele ältere Frauen, die über die Nachbarin Emmi Krüger lästern, weil sie denken, daß sie stiehlt, Tauben füttert und das Wasser im Keller abstellt, wo sie sich meistens in der Kriegszeit aufgehalten hat.
Eines Tages kommt eine gut angezogene Amerikanerin in den Zeitungsladen, der sich in der Nähe des Hauses befindet, und sucht ihre Lebensretterin Frau Hoffmann, die jetzt aber Krüger heißt. Die Verkäuferin behauptet, sie nicht zu kennen.
Ein paar Tage später hat Frau Krüger Geburtstag, und sie ist traurig, daß keiner sie besucht. Kurz darauf trifft sie ihre alte Freundin, und sie erinnern sich an die Vergangenheit. Dabei werden sie von anderen alten Frauen belauscht.
Die Kioskfrau erzählt allen das Geheimnis, und sie diskutieren über diese Lügen, die herumerzählt wurden.

Einschätzung des Stückes

Das Stück "Aber wir doch nicht" wurde von alten Frauen geschrieben und gespielt, die Unterstützung von jungen Frauen, die Theaterwissenschaft studiert haben, erhielten. Der Inhalt ist zu jeder Zeit aktuell.

Das Bühnenbild ist super gemalt und praktisch aufzubauen. Wie ein Buch, dessen Seiten man blättern kann und noch ein paar Dinge hinzufügt, z. B. Stühle. Das Stück ist so geschrieben, daß es gar nicht auffällt, daß keine Herren in der Theatergruppe mitspielen.

Das, was das Stück aktuell macht, sind der Klatsch, der Tratsch und der Ausschluß von Leuten. Denn darin machen sich die Altersunterschiede nicht bemerkbar. Auch in der Schule werden Leute ausgeschlossen, ohne ihnen eine Chance zu geben, sich zu bewähren. Speziell für die Luise-und-Wilhelm-Teske-Oberschule ist das Hintergrundthema interessant, da unsere Schule wahrscheinlich im nächsten Jahr umbenannt werden soll in Luise und Wilhelm-Teske-Oberschule. Das Stück ist empfehlenswert und hat mir persönlich gut gefallen, da eine belebte Professionalität an den Tag gelegt wird.

(Gemeinschaftsarbeit der 8 a)


Haberling-Team - Letzte Änderungen: 6.5.1997

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