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Mütter, die noch Kinder sindDie Ursachen dafür sind vielfältig. Junge Mädchen haben oft Hemmungen, einen Frauenarzt aufzusuchen, Ärzte verschreiben ihnen die Pille nicht gerne, Kondome bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Junge Mädchen, die schwanger werden, haben es nicht gerade leicht. Sie trauen sich nicht, es ihren Eltern zu sagen. Manche werden auch von ihrem Freund verlassen, weil dieser meint, er sei noch zu jung, um Vater zu werden und die Verantwortung für ein Baby zu übernehmen. Aber was ist mit dem Mädchen, das eigentlich auch zu jung ist, um Mutter zu werden?!?! Von diesen Jugendlichen werden plötzlich Entscheidungen verlangt, die oftmals das ganze Leben verändern, z. B. ob sie eine Abtreibung vornehmen oder die Schwangerschaft austragen wollen, ob sie das Kind dann behalten oder zur Adoption freigeben sollen. Für was sie sich auch entscheiden, schlimm wird es, wenn die Eltern gegen diese Entscheidung sind oder ihre Kinder deshalb verstoßen. Schwangere Mädchen können auf eigenen Wunsch zwar weiterhin die Schule besuchen, die meisten unterbrechen aber während der Schwangerschaft ihre Schulausbildung. Und was ist nach der Geburt des Babys? Junge Mütter, die verständnisvolle Eltern haben und nicht gerade wegen ihres Nachwuchses die Schule wechseln wollen, müssen viele Methoden entwickeln, um ein neues, zwar anstrengendes, aber doch schönes Leben zu haben. Jedoch sind nur wenige Eltern in der Lage oder bereit, ein Enkelkind zu betreuen, während die junge Mutter für ihren Schulabschluß büffelt. Aber auch diesen Jugendlichen wird geholfen. Es gibt Heime und Schulen für junge Mütter. Hier können sie unbeschwert lernen, während ihre Kinder betreut werden. Manche ziehen eine Heirat vor, damit ihr Kind ehelich ist und in einer gesetzlich anerkannten Familie aufwächst. Doch leider gehen viele dieser jungen Ehen schnell in die Brüche, weil die jungen Eltern den Anforderungen nicht gewachsen sind. Denn alle, ob alleinerziehend oder in einer Familie, müssen ihr Leben s chlagartig ändern. So sorglos und einfach wie der Alltag anderer Teenager, ist ihr Leben nicht. Man hat nicht mehr so viel Freiheiten wie vorher, kann nicht spontan ins Kino oder in die Disco gehen, oft kommen einem die bisherigen Freunde unreif und kindisch vor, finanzielle Sorgen können hinzukommen. Junge Mütter bzw. junge Eltern, die all das in Kauf nehmen, brauchen deshalb viel Unterstützung von ihren Eltern, ihren Freunden oder auch von Jugendämtern und Sozialarbeitern. Wichtig ist eine frühzeitige Beratung, z. B. bei einer der folgenden Beratungseinrichtungen: Pro Familia, Beratungsstelle Ansbacher Str. 11, 10787 Berlin (U-Bhf. Wittenbergplatz), Tel. 2139013 Sozialmedizinischer Dienst, Fontanepromenade 12, 10967 Berlin (U-Bhf. Südstern), Tel. 2588-3493 Mutter-Kind-Häuser gibt es mehrere, z. B. - Evang. Mädchenwohnheim, Goethestr. 4 - 6, Lichterfelde, Tel. 7726037/77991-130 - Diakoniezentrum Heiligensee, Tel. 4306-0 - Hohenschönhausen, Alma-Ebermann-Str., Tel. 9764410
(M.C. + Y. A.)
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