Teske-Oberschule

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[ehem. Fritz-Haber-Oberschule]
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Klassenfahrt 10 a

Eine Klassenfahrt ist lustig, eine Klassenfahrt ist schön!

Ganz so optimistisch gingen viele von uns nicht auf diese Klassenfahrt. Doch alle waren sich einig: auf jeden Fall besser als Schule.
Es war einer dieser trüben Tage, als sich der Bus nach Hohegeiß im Harz früh morgens um 9.10 Uhr vor der Schwimmhalle Schöneberg in Bewegung setzte, mit einer Frau am Steuer.
Nachdem die Kuscheltiere vorgestellt, die Walkmen rausgekramt, die ersten Stullen verschlungen waren und jeder einen einigermaßen bequemen Sitzplatz ergattert hatte, erklärte uns die Busfahrerin, welchen Komfort der Bus hatte bzw. welchen nicht, z. B. die Klimaanlage. Dem einen wars zu warm, dem anderen zu kalt.
Mittags um ca. 13.00 Uhr kamen wir endlich an. Der Heimleiter hielt uns einen kleinen Vortrag und dann gabs einen kalten Imbiß. Danach kam der Streit um die Betten, Zimmervergleich mit den anderen und das Übliche. Zwischendurch machten wir die erste Bekanntschaft mit den Grundschülern auf dem Gang. Bei den meisten war es Haßliebe auf den ersten Blick. Klein, laut, störend und nervtötend.
Am Abend wurde der erste Geburtstag auf dieser Klassenfahrt gefeiert. Es ging noch ein bißchen lahm zu, aber es gab viel Kuchen. Spät gings ins Bett, an Schlafen war überhaupt nicht zu denken.
Das Aufwachen kam früh, für viele zu früh. Um 8.00 Uhr sollte es Frühstück geben, aber bereits um 7.00 Uhr wurde man von den Grundschülern geweckt, weil sie sich lautstark über den Gang unterhielten. Das offizielle Wecken durch Frau Rißleben dann um 7.15 Uhr war ein Witz und völlig unnötig.
Nach dem unsanften Erwachen erwartete uns dann ein 8 km langer Marsch quer durch den Wald nach Braunlage, der viele an den Rand der Erschöpfung brachte. Am Abend in der hauseigenen Turnhalle gab es dann einen unabsichtlichen Zusammenstoß zweier Köpfe. Ein Junge lag am Boden, der andere torkelte weiter. Drei Tage Ruhe verordnete der Arzt.
Das fiel den beiden natürlich schwer, doch sie waren zu beneiden! Denn am Tag darauf unternahmen wir eine fast 20 km lange Wanderung nach St. Andreasberg, wo uns eine Rodelbahn erwarten sollte. Als wir dort am Ende unserer Kräfte ankamen, war einigen für kurze Zeit die Rodelbahn egal. Zurück gings zum Glück mit dem Bus.
Mit dem Muskelkater vom Vortag und Vorvortag noch in den Gliedern sollte auch der Donnerstag nicht ohne Wandern sein. Wir marschierten tapfer erst 3 - 4 km zum Bahnhof, um dann für eine Stunde mit der Bahn nach Wernigerode zu fahren. Die schöne Landschaft verpennten die meisten. Das Schönste an Wernigerode war wohl der Ausblick vom Schloß, das allerdings weiß ich wie hoch oben lag.
Am Freitag in Goslar mußten wir seit drei Tagen endlich mal nicht wandern. Wir hörten, schauten, sahen uns ein Glockenspiel an, das genau fünf Minuten dauerte.
Die beiden letzten Tage waren für alle die schönsten. Nicht nur, weil wir nicht mehr so viel wanderten, sondern auch, weil am Samstag der zweite Geburtstag auf dieser Klassenfahrt gefeiert wurde und so richtig die Post abging.
Nach dem Grillabend am Sonntag gab es dann noch einmal einen Tanzabend in der hauseigenen Disco. Viele kamen sich dabei näher. Es war für jeden etwas dabei.
Doch viele waren am Montag auch wieder froh, in Berlin zu sein und in die frohen oder nicht so frohen Gesichter ihrer Eltern und Geschwister zu schauen.

Und so kann man auch zu dieser Klassenfahrt schreiben: sie war super, und auch wenn es Liebeskummer, Eifersüchteleien und Streit gab, haben sich alle mittelprächtig bis prächtig verstanden (unsere Lehrer werden das Gegenteil sagen!).

(N. W.)


Haberling -Team - Letzte Änderungen: 9. 11. 1996

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