Klassenfahrt der Klasse 10c nach
England
vom 15.10. bis 22.10. 00
Die Klassenfahrt der 10c nach Hastings, das im Süden von England liegt, war eine Fahrt, die zukünftige Klassen mit gutem Gewissen nachmachen können.
Die Anfahrt, beginnend mit einer 14-stündigen Busfahrt an die Küste Frankreichs (Calais), darauffolgender Schifffahrt mit einer Fähre über die Straße von Dover und anschließender Busfahrt von Dover bis Hastings, war zwar nicht rundum stressfrei, ging aber schneller vorüber als erwartet.
Die Hinfahrt belief sich auf insgesamt 1035 km und dauerte ca. 18 Stunden.
Das Hotel mit dem Namen Hotel `66 entsprach nicht ganz den Erwartungen der Schüler und Lehrer, die darin bestanden, Ausblick auf die Küste zu haben, und auch in Hinblick auf die Zimmer wurden nicht alle Vorgaben, die man im Prospekt sehen konnte, eingehalten.
Das Hotel war aber trotz mancher kleiner Mängel akzeptabel und erreichte unter den gegebenen Bedingungen einen allgemein anerkannten Standard.
Die erste Unternehmung machten wir in Hastings, wo wir die alten Schmugglerhöhlen besichtigten, in denen man die Taten alter Schmuggler Englands und Beweggründe zu diesen Taten visuell wie auch durch Erzählungen eines nachgestellten Schmugglers nachvollziehen konnte.
Am ersten Tag durften wir auch gleich den englischen Regen kennen lernen, der uns aber glücklicherweise nicht die ganzen fünf Tage begleitet hat.
Den zweiten Tag haben wir an den berühmten Kalkklippen bei Eatbourne verbracht. Die Besichtigung dieser Kalkklippen hat sich auf jeden Fall für die Schüler gelohnt, die sich an schönen Landschaften erfreuen konnten und dafür auch eine Wanderung in Kauf nahmen.
Was wahrscheinlich jeden von uns an den Klippen faszinierte, war der völlig senkrecht abfallende Abhang an manchen Stellen dieser Klippen, der durch seine makellose Ebenheit ein Bild geboten hat, das man gerne in Erinnerung behält.
Von Eastbourne aus, sind wir direkt nach Brighton gefahren, das in der Grafschaft East Sussex (Südostengland) an der englischen Kanalküste liegt. Dort haben wir den Royal Pavillon besichtigt, der von 1784 bis 1787 n.Chr. im pseudoorientalischen Stil erbaut wurde, und dem damaligen König, Georg dem Vierten, als Residenz diente. Heute ist der Royal Pavillon als Museum zugänglich, in dem man eine Bildergalerie besichtigen kann; außerdem ist es möglich, den prachtvollen Speisesaal zu sehen und sich ein Bild über die früheren Verhältnisse der damaligen Bewohner zu machen.
Das nächste Ziel, auf das sich sicherlich die ganze Klasse 10c gefreut hatte, war London.
London bzw. die City of London hat wohl jeden von uns durch sein florierendes Kultur- und Finanzzentrum schwer beeindruckt. Die Sehenswürdigkeiten wie St. Paulīs Cathedral, House of Parliament mit dem Big Ben, die London Bridge, der Trafalgar Square, das Harrods, Westminster Abbey, der Piccadilly Circus und die riesigen Einkaufsstraßen überstiegen unsere Erwartungen bei weitem.
Die Besichtigungstour begann mit einer Busfahrt durch die verkehrsreiche City of London, begleitet von einer deutsch sprechenden englischen Fremdenführerin, und anschließender Besichtigung zu Fuß, wobei wir London auf eigene Faust erkunden konnten.
London war wohl die großartigste Unternehmung der ganzen Klassenfahrt.
Den Donnerstag verbrachten wir zunächst in der kleinen Stadt Rye nahe der Küste, wo wir aber keinen langen Aufenthalt hatten, sondern nur kurz die Altstadt besichtigen konnten.
Direkt danach fuhren wir nach Canterbury, einer Stadt in Südostengland, die die Metropole des Erzbistums Canterbury und Sitz des Primas (höchster Erzbischof Englands) der anglikanischen Kirche ist.
Das Stadtbild von Canterbury wird von der großen Kathedrale bestimmt, die wir auch besichtigt haben. Die Kathedrale wurde, nachdem sie 1174 vollständig abgebrannt war, neu aufgebaut. An Sehenswertem bietet die Kathedrale, abgesehen von dem beeindruckenden Baustil, den Schrein von Thomas Becket, der 1170 in der Kathedrale ermordet wurde, die Rundkapelle, auch Becketīs Crown genannt. Außerdem kann man den Kreuzgang und Überreste aus der Römerzeit, wie z.B. die Stadtmauern und die Mosaikböden, besichtigen.
Den letzten Tag in England verbrachten wir in Hastings, wo wir die Touristen- attraktionen nutzten, die Hastings zu bieten hat.
Wir wagten eine Gondelfahrt zum höchsten Punkt von Hastings, wo wir einen kurzen Aufenthalt hatten. Danach besuchten wir die Underwaterworld, ein Aquarium, in dem man die im Mittelmeer lebenden Wassertiere beäugen konnte.
Das war unsere letzte Unternehmung in England. Am selben Tag fuhren wir zurück nach Berlin.
Die Stimmung der Schüler untereinander war gut, teilweise gab es aber auch Streitigkeiten, die unsere begleitenden Lehrerinnen bemüht waren zu schlichten. An die begleitenden Lehrerinnen noch einen Dank, dass sie dieses Erlebnis ermöglicht haben.
Bei unserer Klassenlehrerin Frau Clay bedanken wir uns auch, dass sie die Klassenfahrt so gut durchgeplant hatte, so dass uns nie langweilig wurde. An Frau Blockesch geht ein Dankeschön, weil sie sich dazu bereit erklärt hat, Frau Clay auf dieser Klassenfahrt zu begleiten, obwohl sie wusste, dass die Klasse 10c gerne mal an den Nerven der Lehrer zerrte.
Georg Batras, 10c