Teske-Oberschule

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Teskeling

Eine Gruselgeschichte

Gruselgeschichten sollte man eigentlich nicht aufschreiben und vorlesen, sondern bei einer Pyjamaparty erzählen. Besonders gut wirkt es, wenn es schon dunkel ist und man um eine Kerze sitzt. Selbst dann werden sie nicht gruselig klingen, wenn ihr sie einfach herunterleiert wie auswendig gelernt und nicht genug "feeling" hinzufügt.

Ich würde mich freuen, wenn ich mein "Gruselwissen" aufpeppen könnte. Ihr könntet mir dabei helfen, indem ihr eure Geschichten aufschreibt und in den Teskeling-Briefkasten werft. Vergeßt euren Namen und die Klasse nicht! Wir werden sie dann in der nächsten Ausgabe veröffentlichen.


Ein Mädchen, 16 Jahre alt, lebt zusammen mit ihren Eltern in einem Einfamilienhaus. Weil sich das Mädchen oft nachts fürchtete, kauften ihre Eltern ihr einen Hund, der sie beschützen sollte. Immer wenn sie Angst hatte, steckte sie ihre Hand unter die Bettdecke, und der Hund leckte diese. So wußte sie, daß alles in Ordnung war. An einem Wochenende fuhren ihre Eltern weg. Sie blieb allein zu Hause, weil sie keine Lust hatte mitzufahren. In der darauffolgenden Nacht wurde sie von einem Geräusch geweckt. Es klang so, als ob der Wasserhahn tropfen würde. Immer wieder hörte sie dieses Geräusch.

Tropf... tropf... tropf... tropf... tropf... tropf...

Sie hielt es nicht aus und stand auf, um zu überprüfen, ob irgendeiner der Hähne tropfen würde. Doch keiner tropfte. Als sie wieder im Bett war, steckte sie die Hand unter die Bettdecke, und der Hund leckte sie. Beim Einschlummern hörte sie wieder das Geräusch.

Tropf... tropf... tropf... tropf... tropf...

Auch diesmal konnte sie nichts finden. Abermals steckte sie ihre Hand unter die Bettdecke, und der Hund leckte. Doch beim dritten Mal hörte sie das Geräusch lauter als zuvor. Immer wieder dieses:

Tropf... tropf... tropf... tropf... tropf... tropf... topf...

So erhob sie sich und folgte dem Geräusch. Sie glaubte, es im Keller zu hören, so daß sie sich mit einer Taschenlampe bewaffnete und die Treppen zum Keller hinunterstieg. Fast am Ende der Treppe angekommen, hörte sie das Geräusch ganz nah vor sich.

Tropf... tropf... tropf... tropf... tropf... tropf...

Sie leuchtete mit der Taschenlampe in alle Ecken und dann sah sie es. An einer Wand hing ihr Hund! Seine Kehle war durchgeschnitten worden, und das Blut tropfte auf den Boden. Tropf... tropf... tropf... Und auf dem Boden stand, mit dem Blut des Hundes geschrieben:

NICHT NUR HUNDE KÖNNEN LECKEN !!!

(MBL, 10 b)


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